Wie Meditation mein Leben verändert hat

Jeder hat sie. Die eine Freundin, die wöchentlich vom Yoga schwärmt oder die Instagram-Yoga-Tante, die ihre Stories mit hinreißenden Yogaposen voll pumpt. Ich kann sie voll verstehen! Achtsamkeitstrainings können einen wirklich extrem begeistern. Man fühlt sich gelassener, stärker verbunden mit dem eigenen Körper und ins Leben kehrt mehr Ruhe ein. Während viele meiner Freunde begeistert Yogastunden belegen, hat mir eine andere Form der Mindfulness den Kopf verdreht: Meditation. Und ohne Meditation geht in meinem Leben gar nichts mehr. Warum? Das erkläre ich dir gerne:

Was ist Meditation?

In den indischen Sprachen steht der Begriff bhāvanā, der üblicherweise mit dem uns bekannten Wort Meditation übersetzt wird. Diese Art von Achtsamkeitstraining hat verschiedene Traditionen und Wurzeln, beispielsweise aus dem Hinduismus oder aus dem Buddhismus. Es gibt also nicht nur verschiedene Arten von Meditation, sondern auch verschiedene Traditionen dazu. Dennoch ist das Ziel bei allen gleich: Geistige Gewohnheiten verändern. Das kann zum Beispiel die Resilienz (psychische Widerstandsfähigkeit) stärken, Gelassenheit aufbauen und Stress mindern. Kein Wunder also, dass Meditation gerade in Zeiten von Burn-out und Reizüberflutungen als Wundermittel gefeiert wird.

Meditationsarten

Ich müsste ein Buch verfassen, wenn ich hier alle Meditationsarten aufzählen wollen würde. Natürlich gibt es davon schon genügend, geschrieben von Leuten, die in diesem Fach viel gelehrter sind als ich. Meditationsübungen können so verschieden sein. Die Zen-Meditation zum Beispiel. Dabei sitzt man aufrecht vor einer weißen Wand, ohne den Rücken anzulehnen. Die Augen sind offen (oder halb offen) und die Aufmerksamkeit liegt auf dem Atem, der Haltung und auf der Beobachtung eines Gedanken. Dann gibt es noch die Chakra- Meditation, die sich auf die Energiezentren des Körpers konzentriert und noch viele andere Meditationsarten. Ich möchte hier aber nicht in die verschiedenen Praktiken einsteigen, sondern dir erzählen, wie ich meditiere. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass ich davon überzeugt bin und über meine eigenen Erfahrungen plaudern kann.

So meditiere ich und das hat sich geändert

Um ehrlich zu sein, kann ich meine Art der Mediation nirgends richtig einordnen. Ich habe mich auch noch nie richtig damit auseinandergesetzt, zu welcher Art es passen könnte. Aber es hat in mir so viel verändert, dass es mir leider auch echt egal ist. Es erfüllt nämlich seinen Zweck und tut mir unheimlich gut.

Morgens setze ich mich im Schneidersitz auf mein rotes Meditationskissen und schalte meine Achtsamkeit App ein, stelle meinen Timer auf 10 Minuten und wähle einen Gong für den Anfang und für den Schluss. Vor ein paar Jahren in einem Meditationskurs im Ashram Center, wurde mir empfohlen, mich auf die Mitte unter meinem Schlüsselbein zu konzentrieren. Dort stelle ich mir ein kleines Loch vor, durch das ich nach außen strahlen kann. Dann atme ich tief in den Bauch ein, stelle mir vor, wie sich das Loch weitet und meine innere Strahlkraft heraustritt. Beim Ausatmen zieht sich das Loch wieder zusammen. Das Gleiche noch mal und noch mal, ganze 10 Minuten lang. Dabei konzentriere ich mich nur auf das Loch und auf meine Strahlkraft. Die Gedanken sind voll und ganz bei dieser Szene. Sollte sich mal ein anderer Gedanke reinschmuggeln, lege ich ihn zur Seite und fokussiere wieder das Loch. Am Anfang ist es ganz normal, dass ständig andere Gedanken die Atmosphäre durchstreifen. Gar nicht schlimm. Wichtig ist, dass du sie nicht bewertest und einfach vorbeiziehen lässt und die Aufmerksamkeit wieder auf die Mitte richtest.

Was sich mit der Meditation geändert hat

Meine Familie beschreibt mich gerne als Drama Queen. Ich habe viel Temperament und setze mich sehr für meine Sache ein, aber das kann psychisch manchmal wirklich zur Herausforderung werden. Mein Opa sagt dann immer: „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Und er hat verdammt recht, der schlaue Kerl!
In einer meiner stressigsten Prüfungsphasen hatte ich nicht nur meiner Gesundheit geschadet, sondern auch andere Leute an ihre Grenzen gebracht. Ein starker Ehrgeiz kann nämlich ganz schön anstrengend sein. Da wusste ich, jetzt muss sich was ändern. Und das führte mich zur Meditation. Ich begann im darauffolgenden Semester, jeden Morgen zu meditieren und besuchte zusätzlich einmal in der Woche einen Meditationskurs an meiner Uni. Eines Tages fühlte ich beim Meditieren zuhause, dass sich in meinem Körper etwas lockerte. Mein Atem war sehr ruhig und ich spürte, wie plötzlich ein riesiger Druck von meinem Herzen abfiel und die Tränen an meinen Wangen hinunterliefen.
Ja, das klingt jetzt nach einer grässlichen Filmszene, die man mit „wie übertrieben ist das denn?!“ kommentieren würde. Als Außenstehender mag das so wirken, aber seit diesem Zeitpunkt hat sich bei mir einiges verändert. Meine Gelassenheit ist viel ausgeprägter und dadurch stieg meine Leistung immens an. Es war mein erstes Semester, in dem ich einen 1er Durchschnitt schaffte und das, ohne meine Mitmenschen zu verjagen oder meine Familie zu stressen. Ich schlafe seither wie ein Murmeltier und bin fitter und viel zufriedener mit mir selbst. Stress verarbeite ich besser und kann klarer und sachlicher an Probleme rangehen.
Fazit: Für mich gehört Meditation zu den Must Haves für ein zufriedenes und glückliches Leben.

Ich nutze die Meditation App ‚Insight Timer‘. Ganz simple kann ich die Länge der Meditation und die Hintergrundmusik einstellen. Für Anfänger empfehle ich jedoch eine umfangreichere App, dort gibt es dann auch geführte Meditationen und du kannst verschiedene Arten ausprobieren. Beispielsweise 7Mind, Breath oder Headspace.

XO Maria

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: