5 Tipps für die hardcore Lernphase

Nach „Oh, du Fröhliche“ folgt „Oh, du Schreck“ – Die Prüfungsphase rückt an. Die Horrorphase für jeden Studierenden. Als ich mich damals für mein Studium entschieden habe, wusste ich, dass sich was ändern würde. Weniger Geld, viel Lernen und Prüfungen schreiben. Die Prüfungsangst habe ich mit der Zeit unter Kontrolle bekommen. Nagut, es hat bestimmt zwei oder drei Semester gedauert, aber noch viel länger habe ich gebraucht, um herauszufinden, wie ich am effektivsten lernen kann. Gibt schließlich nichts schlimmeres, als sich tagelang einzusperren, zu lernen und dann anschließend auch noch eine schlechte Note zu schreiben. Oder? Das ist demotivierend und absolut ineffizient.

Ich weiß, ich weiß. Diese Worte können bei dem ein oder anderen deprimierende Erinnerungen hochholen. Also, wenn du dich jetzt angesprochen fühlst, unbedingt weiterlesen. Es ist nämlich an der Zeit, was zu ändern. Ich habe dir hier meine 5 Tipps zusammengestellt, die mir meine Hardcore Lernphase um einiges erleichtert und meinen Notendurchschnitt ganz schön angehoben haben.
Let´s do this:

1.Die Eselsbrücke:
Viele werden jetzt die Augen verdrehen und denken: „Ja, diesen Unsinn habe ich in der Grundschule auch schon des Öfteren gehört.“ Meine lieben Leser, ich kenne das auch noch aus meiner Grundschulzeit und hätte ich nicht viele Jahre lang meine Augen bei diesem Thema verdreht, hätte ich mir einiges an Arbeit sparen können. Es hilft mir wirklich und seit diesem Semester bin ich eine stolze Eselsbrückenbauerin. So viele Fachbegriffe zu einem Thema und man weiß gar nicht, wie man sie im Kopf behalten soll? Na dann bastel ich mir eben aus den ganzen Anfangsbuchstaben einen Satz, der einigermaßen Sinn ergibt oder so unsinnig ist, dass ich ihn mir deshalb alleine schon merken muss! Das geht an alle, die das viele Auswendiglernen satt haben: Baut Eselsbrücken! Später will keiner mehr wissen, wie ihr den Stoff in euren Kopf bekommen habt!

2.Die Mindmap:
Auch das ist kein neuer Begriff und doch wird es viel zu selten beim Lernen angewendet. Zusammenhänge kann man damit toll darstellen und beim Zeichnen hat man Zeit, über jeden einzelnen Schritt nachzudenken. Man setzt sich dabei viel intensiver mit dem Lernstoff auseinander. Dennoch finde ich es schwer, alleine mit Mindmaps zu lernen.
Deshalb hier mein Tipp: Erst ein Kapitel zu Ende lernen, die Unterlagen zur Seite legen und eine Mindmap zu diesem Thema anfertigen. So wisst ihr gleich, welche Sachen ihr euch nochmal genauer anschauen müsst.

3.Die Zusammenfassung:
Ich möchte behaupten, dass die meisten Studierenden mit einer Zusammenfassung lernen. Völlig in Ordnung, denn auch schon bei einer Zusammenfassung setzt man sich mit einem Thema besser auseinander. So einfach ist es jedoch trotzdem nicht. Im letzten Semester habe ich alles per Hand zusammengefasst. Ich habe keine einzige Folie so gelassen, wie sie war. Alles wurde auseinandergenommen und neu aufgeschrieben. So unglaubwürdig das jetzt auch klingen mag, aber meiner Meinung nach hat es mir nicht viel geholfen. Stundenlanges Zusammenschreiben und nichts blieb in meinem Kopf hängen. Alles musste ich nochmal richtig nachlernen. Dazu kam, dass ich einiges durch meine geschmierte Handschrift (nach fünf Seiten hat man gemerkt, dass meine Lust und Motivation weg war) nicht mehr richtig lesen konnte. Meine Hand tat weh und ich wollte einfach nur noch fertig werden. Momentan fasse ich den Lernstoff am Computer zusammen und wenn ich eine Folie habe, die toll gestaltet ist, kann ich diese auch einfach übernehmen und mir das Abzeichnen und Abschreiben sparen. Mir geht es damit viel besser und ich habe das Gefühl, dass ich viel mehr mitnehme. Falls ich etwas nicht verstehe, suche ich im Internet danach und kopiere mir die ein oder andere Erklärung aus einer seriösen Seite heraus.
Deshalb auch hier ein Tipp von mir: Zusammenfassungen klingen immer gut. Aber es gibt eben doch Unterschiede zwischen den Lerntypen. Tun einem die Hände nach zwei Seiten weh und man hat schnell keine Lust mehr, weil alles doppelt so lange braucht – Dann lass es! Lernen ist schon anstrengend genug, mache es dir so angenehm wie möglich!

4.Die Lernatmosphäre:
Ein ganz wichtiger Punkt, der oft unterschätzt wird. Ich kenne einige Freunde, die gerne zu Hause lernen und andere, die zu Hause nichts hinbekommen. Deshalb gehen sie in eine Bibliothek oder sogar in ein Café. Bei mir ist das auch so. In meinem Zimmer fällt es mir schwer, mich lange zu konzentrieren. Es ist meine Ruhezone. Mein Rückzugsort nach einem stressigen Uni- oder Arbeitstag. Deshalb fällt es mir unheimlich schwer, dort effizient zu lernen.
Auch das möchte ich euch ans Herz legen: Testet mehrere Orte aus und findet für euch den richtigen, an dem ihr euch am besten konzentrieren könnt und am leistungsfähigsten seid.

5.Der Ausgleich:
Nur weil er an letzter Stelle steht heißt es nicht, dass er unwichtig ist. Im Gegenteil: Der Ausgleich ist ein essentieller Punkt, nicht nur in der Lernzeit, sondern immer! Was macht ihr gerne in eurer Freizeit? Was hilft euch beim Abschalten? Ich habe meine Liebe für Meditation entdeckt. Eine tolle Art, einfach alles von sich abfallen zulassen, zumindest für eine halbe Stunde. Ab und zu nehme ich auch ein warmes, duftendes Bad und höre dabei einen „Relaxing Jazz Mix“. Das tut mir richtig gut und ich kann meine Energiespeicher wieder volltanken! Aber auch das ist ein Punkt, der sehr individuell ist. Jeder hat das Verlangen nach etwas anderem. Dennoch, ich finde es sehr wichtig, dass man sich nicht komplett von der Welt abgrenzt! In der Hardcore Lernphase braucht man viel Zeit für sich und den Lernstoff, aber am Wochenende mal mit Freunden ausgehen, das tut gut und lässt einen die Sache etwas leichter nehmen.(Es versteht sich von selbst, dass man daraus keine Hangoverparty machen sollte!)

Denn eines darf man nie vergessen, Bildung ist sehr wichtig und bringt uns weiter, aber es ist nicht alles was zählt und man sollte keinesfalls die Lust am Leben verlieren! Du gibst dein Bestes und da hast du es auch verdient, mal abzuschalten und dir was Gutes zu tun!

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